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Neue Branddienstbekleidung

1Die Freiwillige Feuerwehr Leobersdorf führt derzeit für ihre rund 62 ehrenamtlichen Einsatzkräfte die derzeit modernste Feuerwehr-Schutzkleidung in Europa ein. Ins Auge fällt zunächst die neue Farbe (Gold). Wichtiger aber als das optische Erscheinungsbild ist der verbesserte Schutz für die Feuerwehrleute und der erhöhte Trage komfort, den die neue Schutzkleidung bietet.

 

Die noch ungewohnte Farbe ergibt sich aus dem Obermaterial, das für die neue Schutzkleidung verwendet wird. PBI Matrix® nennt sich das Gewebe, welches ursprünglich für die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA entwickelt wurde. Der Stoff enthält zu 40 Prozent hitzefeste Polybenzimidazol-Fasern und zu 60 Prozent aus hochstabile Para-Aramid-Fasern. Zur zusätzlich Festigung sind Para-Aramid-Filamentegitterförmig eingewebt.

Aus diesem Grund ist dieses Material mechanisch, als auch thermisch hoch belastbar (kurzzeitige Beflammung von ca. 1.000 ° C). Des Weiteren ist das PBI Matrix-Gewebe auch widerstandsfähig gegen Säuren, Laugen und organische Chemikalien. Somit deckt die neue Schutzbekleidung ein breites Spektrum an möglichen Einsatzszenarien ab.

Bei der Entscheidungsfindung für die neuen Jacken und Hosen wurde auch auf Schnitt und Funktionalität geachtet. Augenmerk wurde hierbei sowohl auf Ergonomie, als auch auf Atmungsaktivität gelegt.  Die Wahl fiel dabei auf den österreichischen Hersteller TEXPORT®.

Knie- und Ellbogenpartien sind gepolstert und zusätzlich mit einem Kevlar verstärkt.
Rücken- und Schulterpartien sind beim neuen Modell mit dem „Air Blocker System" ausgestattet welches den Komfort der Atmungsaktivität beim Tragen von bspw. Atemschutzgeräten erhöht. Die neuen Einsatzjacken sind  auch deutlich kürzer als die bisher verwendeten Schutzjacken, welches ebenfalls zur besseren Bewegungsfreiheit beiträgt. Die Hosen sind nicht mehr als Latzhosen ausgeführt, so sind die Hosenträger bequem verstell-, abnehm- und austauschbaren um die Tragebedürfnisse für jeden Einzelnen anzupassen.

Im Brustbereich jeder Jacke befindet sich jeweils eine Tasche für ein Funkgerät und Befestigungsschlaufen für eine Handlampe Bei der Gestaltung der Kleidung hatte die Sicherheit der Feuerwehrleute hohe Priorität, so steht eine Atemschutznotfall Trageschlaufen im Nacken zur Verfügung. Diese  neuen Bekleidung wurden mit großflächigen, gelb fluoreszierenden und silber-reflektierenden Streifen versehen, diese erlauben es, die Schutzanzüge auch ohne Warnweste im Straßenverkehr zu tragen.

Der  Beschaffung ging seit September 2010 eine intensive Begutachtung aller Produkte verschiedener Hersteller sowie ein Trageversuch voraus. Nach Erprobung der neuen Schutzkleidung wurde im Sommer 2011 die Beschaffung von vorerst 21 Garnituren beschlossen. Im November konnte nun die ersten Feuerwehrleute mit den neuen Jacken und Hosen ausgestattet werden.

 

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